Lord Jim Loge

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Die „Lord Jim Loge“ ist seit den 1980er Jahren ein Mythos. Ihre Gründer ― Jörg Schlick, Martin Kippen­berger, Albert Oehlen und der Autor Wolfgang Bauer ― hatten sie bewusst als solchen angelegt und ge­pflegt. Um ihn zu erhalten, vererbte Schlick die Lord Jim Loge kurz vor seinem Krebstod im Dezember 2005 an monochrom. Er wünschte sich, dass die Übergabe als „feindliche Übernahme“ inszeniert würde. Dieser Idee folgend, kam es 2006 zum Relaunch als „Lord Jim Loge Powered by monochrom“. Seither bemüht sich die neue Lord Jim Loge darum, andere Künstler_innen und Kunstgruppen zu übernehmen und marktförmig umzustrukturieren. Die zunehmende Ökonomisierung des Kunstmarktes wird dabei durch Scheinaffirmation und ein betont marktorientiertes Auftreten thematisiert.

„monochrom“ ist ein international agierendes Kunst-Technologie-Philosophie Kollektiv. Gegründet wurde monochrom 1993 in Stockerau. Die Gruppe arbeitet mit den verschiedensten Medien und Kunstformaten und veröffentlicht die Buch- und Magazinreihe monochrom. Anfang Dezember 2005 übernahm monochrom die Lord Jim Loge.
Gruppenmitglieder sind Franz Ablinger, Daniel Fabry, Günther Friesinger, Evelyn Fürlinger, Roland Gratzer, Johannes Grenzfurthner, Harald List, Anika Kronberger, Frank Apunkt Schneider. ― www.monochrom.at

Günther Friesinger (Projektleitung) ist Philosoph, Künstler, Kurator, Kulturmanager und Produzent. Friesinger lehrt Kulturmanagement, Produktion, Szenographie und Ausstellungsdramaturgie an verschie­denen Universitäten in Österreich, Deutschland und der Schweiz. In den letzten Jahren setzt er sich ver­stärkt mit zukünftigen Arbeitsmodellen und Berufen von Morgen, Glücksforschung bis hin zum Thema Leerstände auseinander. Aktuelle Publikationen: OPEN CULTURE (2015), The Art of Reverse Engineering: Open ― Dissect ― Rebuild (2014), Context Hacking: How to Mess with Art, Media, Law and the Market (2013) u.v.a.

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